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Denise & Prince
am June 5, 2020

Erfahrungsbericht von Denise & Prince

VOM ICH ZUM WIR

Von Anfang an betitelten wir Prince als unseren besten Freund. Wir haben gefühlt alles für ihn gemacht, er nicht für uns - logisch, aber wie denn auch, wenn wir ihm nie die Chance dazu gegeben habe. 🤷‍♀️ Wir haben ihn, wie womöglich die meisten, mit dem konventionellen Hundetraining (-> der positiven Bestärkung + Korrektur) erzogen, 3 Jahre lang. Wir haben tausende Höhen und Tiefen erlebt, doch schon als Welpe zeigte Prince deutlich, dass er anders ist als die anderen.

Er hatte seinen eigenen Kopf, versuchte lösungsorientiert an den vielen Aufforderungen und Begrenzungen von uns vorbeizukommen... Er ließ sich nicht alles sagen.

Immer öfter wurde uns geraten, wir sollten deutlichere Grenzen aufzeigen, ihm klarmachen, wer der Rudelführer ist, seine eigenen Ideen abcutten und dass er sich uns immer unterwerfen sollte.

Schuss nach hinten.

Ich möchte hiermit nicht sagen, dass Prince ein unmögliches Hundekind war, nein... Er war in vielen Bereichen seiner Entwicklung sehr toll! Er hat nie etwas kaputtgebissen, hat unsere Schuhe in Ruhe gelassen, selbst seinen Futtersack, der damals noch in der Küche stand, den er hätte problemlos in unserer Abwesenheit aufknabbern können, war ihm schlichtweg egal. Draußen sammelte er keine Kaugummis vom Boden auf (was uns auch oft mit Achtung vorgesagt wurde), er konnte, solange wir Leckerchen auf den Runden dabei hatten, schön an der Leine laufen und im Freilauf war er abrufbar.

Trotzdem sah es drinnen anders aus. Er fing an, unsere Grenzen zu hinterfragen, nahm das Bett für sich ein, forderte uns zum "Rangkampf" auf, und konnte schlussendlich nur noch schwer allein daheim bleiben.

Mit der Zeit und seinem zunehmenden Alter (und unseren immer mehr werdenden Grenzen und Aufforderungen), wurde es aber draußen auch immer weniger schön für uns...

Er zeigte Jagdverhalten, lief im Freilauf mehrere Hundert Meter von uns weg. Der Rückruf wurde ihm immer mehr egal. Da spielte es auch keine Rolle mehr, wenn wir 'nen Superjackpot dabei hatten... An der Leine wurde gezogen und gepöbelt. Andere Hunde wurden, so gut es ging, von uns gemieden, da es in manchen Situationen sehr schwer für uns war, ihn halten zu können... Und dass mit seinen süßen 16 kg. 🙊

All das lies sich nicht mehr ablegen. Im Gegengeil, es wurde immer schlimmer! Wir wurden ängstlich, verloren sein Vertrauen und ließen ihn dennoch ohne Leine laufen...🤦‍♀️

Sein Jagdverhalten zeigte sich immer häufiger und ausgeprägter und endete schlussendlich damit, dass der Pinsch einem Reh auf die Autobahn und einige Wochen später sogar auf die Gleise gefolgt ist. Da brachte sämtliches Rufen und in Tränen ausbrechen nichts mehr.
Auch wandte sich Prince immer mehr von uns ab und distanzierte sich selbst im Haus von uns.

Da sich alles häufte und wir unsere Nerven und Freude am Hund immer mehr verloren, hielten wir Ausschau nach einen guten Hundetrainer. Da selbst das Training auf unserem Hundeplatz für die Katz' war. Fündig wurden wir nicht bzw. haben wir es irgendwann aufgegeben, nach einem Guten in unserer Umgebung zu suchen.

Bei Instagram stoß ich das erste Mal 2018 auf das neue Konzept, welches mich direkt in seinen Bann zog. Ein Miteinander ganz ohne Leckerchen, Aufforderungen, Begrenzung und Kontrolle hörte sich sehr verlockend für mich bzw. uns an.
Ich war so begeistert von den ganzen Videos, die die Freunde des Konzepts auf Instagram teilten und versuchte, diese dann so gut es ging nachzustellen - natürlich über Leckerchen und Begrenzung.🤦‍♀️🤣

Derweil war ich der Überzeugung, ich könnte mir dieses Konzept allein und ohne Hilfe eines Coaches erarbeiten. Satz mit "x", das war wohl nix. 🙈

Dadurch, dass meine Richtlinie den Videos der Freunde des Konzepts entsprachen, machte ich mir (und Prince) Druck und übte gerade zu dieser Zeit unbewusst vieeel zu viel an Kontrolle im Miteinander aus. So viel - es war gar nicht mehr vergleichbar mit der Kontrolle, die Prince die Jahre zuvor durch mich erfahren hat (!!!).

In all meiner Verzweiflung, da es vorne und hinten absolut gar nicht mehr passte und sich seine Ausbrüche (gerade im Freilauf) dadurch immer mehr summierten, entschloss ich mich dazu, das hinter mir zu lassen und begann stattdessen mit dem Clicker-Training.

Und als hätte ich es nicht anders erwartet, hat auch dieses nur semi-gut geklappt. Ich hab mich dann immer mit der Ausrede "ups, die Fernbedienung ist ja (schon wieder) kaputt" oder "der hat halt seinen eigenen Kopf..." entschuldigt. 🤷‍♀️

Mit der Zeit wurden wir müde davon, da wir das Gefühl hatten, wir tappen ewig im Dunkeln.
Ich sprach mit meinen Eltern darüber, etwas in der Beziehung zu Prince verändern zu wollen. Ich aber auch meine Mama hatten es satt alle Taschen immer mit Fleischwurst und Käse vollzustopfen, wenn wir nur einen simplen Spaziergang machen wollten. Wir hatten es satt, dauerhaft das zwingende Gefühl zu haben, Prince in jeder Situation kontrollieren zu müssen. Wir hatten es satt, dass unsere Beziehung größtenteils nur noch aus Bestechung und Kontrolle bestand.

Also begab ich mich im Internet auf die Suche nach Erfahrungsberichten jener, die durch das Konzept zu einem neuen Miteinander gefunden haben, las sie meiner Familie vor und zeigte ihnen sämtliche Videos.

Nachdem ich meine Recherche vom Web auf Instagram verlegt hatte, stieß ich erneut auf den Account von Claudi. 🙃

Wir kannten uns anhand von Instagrampostings und ein paar Nachrichten schon ziemlich lang, also ergriff ich die Chance ihr zu schreiben und sie auf die Videos anzusprechen. Wir schrieben eine ganze Weile - ich weiß es noch, als wär es gestern gewesen - als meine Mama dann nach dem Chat mit Claudi sagte, dass wir das nun in Anspruch nehmen und sie auch bereit wäre, etwas zu ändern.

Keine zwei Tage später, hatten wir unseren ersten Termin bei Claudi schon gebucht und waren voller Energie und großer Begeisterung von dem was uns erwarten wird.

Bei dem Kennenlerntermin erzählten wir alles, was wir die letzten Jahre in unserer Beziehung mit Prince erlebt hatten. Alle Höhen und Tiefen mit den Methoden, welche uns letztendlich mehr hilflos als stark gemacht haben.

Ziemlich schnell hatte uns Claudi schon "durchschaut" und uns erste Erkenntnisse und Denkanstöße für das Verhalten, welches Prince an den Tag legte, erklärt und an die Hand gegeben.

Spätestens nach diesem Gespräch war für uns klar, dass wir diesen Weg nun gehen werden. Komme was wolle - zu dem Zeitpunkt hätten wir wohl alles gemacht, nur um aus diesem Loch schnellstmöglich wieder herauskommen. 🙈

Einige Tage drauf folgte dann das Basis-Wissen. Bereits nach diesen zwei sehr intensiven Stunden änderte sich so einiges für uns. Wir konnten jetzt nachvollziehen, warum Prince in manchen Situationen entsprend gehandelt hat und wenn wir ehrlich sind, hätten wir es in den Momenten wohl kaum anders getan.

Unser Kopf rauchte, unsere alten Denkmuster machten einen Purzelbaum nach dem anderen. Unser Wille, die Veränderung zu starten, stieg immer höher an. Wir konnten es kaum erwarten. Wir lernten zu verstehen, zu hinterfragen und reflektieren, warum alles abhängig von unseren Gedankengängen und der Prägung der Gesellschaft ist. Wir lernten Altgewohntes abzulegen, um Neues aufnehmen zu können.

Mit jedem Satz den Claudi während des Coachings aussprach wurde uns alles immer mehr ersichtlich. In unseren Köpfen lösten sich nach und nach die gedanklichen Knoten und Türen die für uns längst schon verschlossen waren, öffneten sich wieder.
Es war ein wunderbares Gefühl - das Gefühl von Verständnis, welches wir all die Jahre im Zusammenleben mit Prince durch die vorgekauten Methoden der Gesellschaft total übersehen haben.

Aller Anfang ist schwer!

Nach unserem ersten Coaching und dem darauffolgenden Spaziergang kam es uns so vor, als wären wir das allererste Mal in unserem Leben mit einem Hund unterwegs - und das obwohl es seit drei Jahren nicht mehr so war. Alles fühlte sich auf einmal so "fremd" an. In alte Verhaltensmuster wollten wir nicht verfallen, also standen wir erst einmal eine Weile bis wir uns wieder von den wirren Gedanken frei machen konnten.

Ich muss zugeben, die erste Woche nach dem ersten "richtigen" Coaching war für uns nicht gerade sehr leicht. Man hat viel hinterfragt, war sich trotz der neuen Erkenntnisse in manchen Situationen unsicher, wie man nun mit Konstanz handelt und umgeht.

Der Pinsch hat bis an unsere Nervengrenze getestet und hat die Situation (genauso ist es auch richtig) erst mal neu bewerten müssen. Und dafür brauchte er nunmal seine Zeit, um sich sicher zu werden, dass wir es dieses Mal auch wirklich ernst mit ihm meinen. 🙃

Schnell lernten wir unser neues Verhalten in unseren Alltag mit einzubauen und schon früh konnten wir erste kleine Veränderungen im Zusammenleben mit Prince wahrnehmen.

Prince war zum Beispiel nie wirklich ein Kuschelhund. Doch seit wir angefangen haben, die Aufforderungen, Korrekturen und Bestechungen wegzulassen, suchte Prince immer häufiger unsere Nähe.

Wir haben angefangen unser Vertrauen zueinander neu aufzubauen und zu definieren.
Wir steigerten uns von Tag zu Tag, hatten eine tolle gemeinsame Zeit, viele Möglichkeiten ihm unser neues Verhalten anhand der Vorlagen zu zeigen, damit er beobachten konnte.

Klar war nicht gleich alles perfekt, aber um hoch hinaus zu kommen, muss man nunmal auch mit Höhen und Tiefen rechnen. Jeder braucht schließlich genug Zeit, seine eigene Mitte zu finden und dass ist auch völlig in Ordnung so. 😄
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Er ist uns gegenüber so offen geworden, bringt sich eigenständig mit ein, möchte gefallen und einfach dabei sein❣ So nah standen wir uns all die Jahre zuvor noch nie, trotz regelmäßigen Tricktraining und sämtlichen Hundesportarten.

Unser neues Vertrauen steigt Tag für Tag immer höher an und er zeigt uns täglich mehr von seinem wirklich echten Charakter. Außerdem ist es total schön, ihn jetzt so glücklich zu sehen, was er uns immer wieder durch kleine Gesten vermittelt. 💛

Es ist so wundervoll, so anders, einfach richtig!

Erst seit wir mit Condigno arbeiten, haben wir das Gefühl eine wirklich echte, tiefverbundene Freundschaft mit Prince zu führen. ❣ Denn heute macht Freundschaft für uns was ganz anderes aus, als Bevormundung, Aufforderung und Kontrolle!

Sie baut, unserer Ansicht nach, auf dem gegenseitigen, 100%-igen Vertrauen auf. Weitere wichtige Faktoren für uns sind das eigenständige Einbringen seinerselbst, Ehrlichkeit, Toleranz, Akzeptanz, Selbstbewusstsein /-liebe, Verlässlichkeit, die totale Sicherheit, die Zuneigung und das Anstreben des eigenen Wollens...

Und das gilt für uns nicht nur bei Menschen, sondern genauso auch bei unserem Prince. 🤗

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Zum Abschluss möchten wir dir Claudi jetzt noch ein dickes Dankeschön aussprechen. 🖤
Auch wenn ich es in der Community im "Feedback" schon geschrieben habe, möchte ich dennoch diese paar Zeilen hier in unserem persönlichen Erfahrungsbericht erwähnen🙊

Es ist fast unmöglich, wenn man mal so denkt. Du hast uns so viel Verständnis, Geborgenheit und Sicherheit nicht nur im Zusammenleben mit Prince, sondern auch in unserem Alltag geschenkt. Durch deine Coachings, haben wir so viel über uns selbst gelernt. Wir haben gelernt, zu hinterfragen, alles mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, unsere Meinung zu vertreten, wenn wir sie damals vielleicht lieber zurückgehalten hätten. Du hast uns geholfen, ein rießen großes Stück selbstbewusster zu werden. Nicht nur in unserem Handeln! Unser Alltag hat ein ganz neues Level im Miteinander zu Prince erreicht. Wir sehen einander auf Augenhöhe und haben gelernt, dass wir genug sind!

Immer hattest bzw. hast du ein offenes Ohr für uns und bist stets mit grandiosen Tipps und aufmunternden Ratschlägen für uns da.

Wir sind so froh, diesen Weg zusammen mit dir zu gehen und zu einem ganz neuen Miteinander gefunden zu haben. 🖤

Denise, Sabrina, Noah und Robert mit Prince🐾👨‍👩‍👧‍👦